als wäre alles in wartestellung, auf abruf gewissermaßen, mit einem schuss lethargie-demut und enttäuschung - also eher realismus, pragmat..pragmazi..prag.. also: abgefuckter vernunft dazu (ja, der genitiv funktioniert trotz allem noch): kurz nach dem großen c fing das an, vermutlich an einem valentinstag, das mit der selbsttäuschung. bath robe days seit über zwei jahren, so eine phase, in der ein delay zwischen "ich bin" und "ich sollte" entsteht, dem man sich aber erst hinterher bewusst wird, und "man" ist natürlich "ich", und das ganze ist natürlich emotional gemeint. man wäre gern, aber will halt nicht, und hinterher wäre man gern gewesen, aber hätte nicht wollen, und eigentlich will man ja auch nicht wollen, sondern nur in den kurzen rationalen (pragma.. dings) phasen ahnt man: hätte ich mehr abstand von mir, würd’ ich mich auslachen, heute jedoch nicht, als steckt’ ich tief drin in der meta-schleife und lach’ mich erst aus, wenn ich darüber weg bin, also nie.
"haben sie schon mal über einen burnout nachgedacht?" fragte mich mein arzt neulich, und ich erinnere mich zumindest daran im gleichen moment meinen gedanken immerhin so mittellustig zu finden diesen kontext für ein verkaufsgespräch zu halten, aber auch dass das (so zu "denken") halt so eine standupcomedy-masche ist und ich ja wohl echt besser bin als standupcomedia.. (geht murmelnd von der bühne ab) - moment, ich komm’ nochmal rein.
offenbar gibt es also auch emotionalen burnout, the things you learn, also ganz abgesehen von dem kitschbegriff, der als titel für "überarbeitung" bei linkedin herhalten darf, ist da noch der andere burnout, bei dem kopf und herz sich zu sehr reinhängen, zu sehr konzentrieren, zu arg sind und permanent auf 7 von 5 gedreht. frei, das wollt ich sein, hat roland kaiser mal behauptet. und kaum sind zwei jahre rum, schon ahnt man, wäre man, also ich, nicht selbst subjekt der artikulation, dass das zwar vielleicht unter umständen alles NICHT MEHR GUT TUT, aber what are the alternatives?, und auch wenn sich das mit diesem "leben" so anfühlt wie ein lollapalooza-lineup auf jeder ebene, man (okay, ja, gut: ICH) kommt da halt nicht so einfach raus, denn das würde bedeuten ich hätte mich vor dieser zeit angelogen, und nicht nur mich. kann man mir folgen? nein? besser is’. it’s the rückgrat, stupid, und scheiß’ auf’s gemüt. also auf’s eigene.
ich zähle und notiere die drawbacks mit, grinse weil es kein besseres deutsches wort dafür gibt und weil ich zu listen und protokollen neige, aus notwehr vielleicht. könnte bücher füllen mit panikattacken und flennwochenenden seitdem, habe es auch, aber möchte halt eigentlich bücher füllen mit all dem rest, dem poetischen, dem eigentlichen, bis ich mich selbst nicht mehr kapiere. what’s the difference between a duck? - one of its legs are both the same. müde dad-jokes zur eigenen ablenkung, und gerade fällt mir auf dass dieser ganze selbstbezügliche quatsch hier ja nicht nur auf das passt, sondern auch auf jenes. auf aspekte und ausprägungen. aber halt vor allem auf die eine, der ich bald ein protokoll zum buch machen möchte, das rund 7000 seiten lang würde. sorrow waited sorrow won, wenn wir schon bei dadjokes sind, aber es ist halt auch null lustig, nur meta. wie alles.
keine gefühle nur leicht einen sitzen ("im zechernirwana unendlich rebenschoppen", jaja). someone to escape adulthood’s occasional sadness with, dachte ich, wäre das, wären wir, gewesen. jetzt aber: bath robe days. never gonna give you up, etc