weird: ein pferd.

manisch geht die welt zugrunde
oder sagen wir mal ".. vor die hunde"?,
so oder so, nicht depressiv mein ich,
andererseits: ich red ja eigentlich

nicht von der welt, sondern von mir,
wie so oft: there is no "wir".
(die betonung knallt auf "dern":
reimen kann ich!), und nebenbei lern

ich noch, wie ich das zugrundegehn
so verpacke, dass beim lesen, WENN
ihr stolpert, euch kurz wundert.
und die hunde siehe oben, alle hundert

nur für den reim, is klar, herhalten
müssen. denn deprisch oder manessiv
macht wenig unterschied uns alten
säcken. merken’s nicht, aber denken schief.

(reimschema-switch fast unbemerkt: ein
fuchs, der frank, das liegt am wein,
als ausrede wohl. so oder so: die "welt"
(jaja) ist fucked. der rest entfällt.)

verbrennen mit sparflamme

müsste eigentlich was schreiben wollen darüber wie sich umgangsformen ändern im (pre-)todesfallkontext, wie sich denken verschiebt, wie man sich für cooler gehalten hatte noch vor einem jahr und es dann doch wieder aus trotz frisch ist. darüber wie man sich beim begleiten zusieht und notizen macht, listen, obviously, aber alle elemente direkt mit der floskelmaschine und der phrasenschweinigkeit abgleicht, am ende also eigentlich gar nichts schreiben möchte, es steht ja eh schon alles irgendwo, wie so oft, und wem bringt’s was etwas "festzustellen" über gefühle (zumal, siehe oben, die sache mit der coolness, also dem gegenteil der ganzen gefühlsscheiße).

müsste eigentlich, außerdem, was schreiben wollen darüber wie kitschig UMFELDER auf der biestigkeitsskala schief abbiegen können, wie man bei anschwellenden lästereien direkt an die "bringt eure toten raus"-szene denken muss, wie man sich ab/härtet, selbstschutz, blah, wie war das noch gleich mit der coolness?, aber ganz ehrlich, es ist doch eh ALLES abhärtung in lyfe. ü50 musste ich also werden bis ich zum ersten mal in der erstgradigen verwandtschaft .. also will sagen, ja, gute gene, der jahresringe-jackpot in a way, bitte erinner’ mich aber jemand dran dass ich meine patientenverfügung nochmal umformuliere und zwar zackig.

müsste eigentlich was schreiben wollen über formal-mist, über pflegeversicherungs-hotlinemenüs, über subjektivität bzw (again, phrasenschweingrunzen bitte dazudenken) die olle frage, was denn einen menschen ausmacht, wenn er’s erstmal selbst nicht mehr weiß. aber ich will’s nicht, ist ja die mühe leider nicht wert. nur halt so meta, there you go, da gehste.

(ganz unmeta aber auch der echt dreckigste zeitpunkt um alkoholfern durch’s leben zu gehen, wo war die abstinenz als wir sie gebraucht hätten?, aber ey: abhärtung und so, flucht nach vorn. "ich will verschwinden, kommst du mit?", singt die band, die ich gestern zum zwanzigsten mal live gesehen habe, und ja, abtauchen, das wär’s.)

was wir jetzt also machen? genau das selbe wie jeden abend, pinky, compartmentalization ultra. hilft auch andernorts im leben, hab’ ich mir sagen lassen.

they grow up so fast

mein letzter eintrag auf tug - der viertletzte insgesamt dort - ist seit ein paar tagen volljährig, damit gewissermaßen "eRwAcHsEn", und jetzt weiß ich auch nicht genau.

(was tug war, oder immer sein wird, soll euch notfalls irgendeine a.i. erklären, ich bin dafür gerade zu verliebt.)