the l word

"i don't get it. what does shane have that i don't have?"
"it's because she's so stupid, and stupid people are too dumb to be insecure."

manchmal ist das hier ja auch ein weblog

liebes tagebuch. letzte woche habe ich kühe an der nase herumgeführt, graue sachen durch die gegend geschoben, lustige maschinen gebastelt (s.u.), frauen beim fliegen beobachtet und sogar mit pinguinen sport getrieben, während ich immer mal wieder sieben kleinen japanern dabei zugesehen habe, wie sie ihre köpfe auf kürbisse trommeln gehauen haben. deswegen habe ich dich in den letzten tagen ein wenig vernachlässigt - liebes tagebuch, verzeih'!

[ update: auf vielfachen wunsch einer bestimmten person hier mal die direktlinks zu den (neueren) von mir erstellten whizzball-leveln: 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7. viel spaß. für's schlechtwettrige wochenende. ]

momentaufnahme

heute spontan & erneut verliebt in kay-sölve richter beim anblick ihrer mittig ganz leicht spitz zulaufenden oberlippe, wenn sie (frau richter, nicht ihre oberlippe) wörter wie "für" oder "börse" sagt. das gefühl gehabt, an solchen details charakterzüge oder intelligenz- und kompatibilitätsmerkmale ablesen zu können, sofort schlechtes gewissen wegen oberflächlichkeit gehabt und auf bodenständigeres wie "na, die ist ja mal süß!" konzentriert. von der "air liquide"-aussprache ("ehr lickwitt") des börsenfuzzis dann kurz darauf aus meinen träumen gerissen worden.

tragik in ländlichen gegenden

letzte woche kurz über den hingeschmierten spruch "ich bin impotent, ihr idioten!" in der kleinen thüringer bundesstraßenortschaft gelächelt. mehr aus unverständnis (vgl höflichkeit, gegenargument nichtanwesenheit des publikums - aber das führt jetzt zu weit) denn aus amüs.. amus.. belustigung. dann aus den augenwinkeln gerade noch das schild obendrüber ("fahre vorsichtig, es könnte auch dein kind sein!") entdeckt. lachen verkniffen, noch sehr lange wie ein witznichtkapierer gefühlt.

fortschritt und fortschreiten

"zur medienkompetenz gehört aber auch die kunst des ignorierens und abschaltens, die fähigkeit zum medienwechsel, also die beherrschung von kontaktaufnahme, kontaktverweigerung (…) - die entwicklung von filterfähigkeit, medialer skepsis und kluger zeitökonomie. man kann es lernen, sich einen 'virtuellen mediamix' zurechtzulegen und mit fernsehen, recorder, telefon, pc, aber eben auch mit zeitungen, zeitschriften, büchern oder comics emanzipiert umzugehen.

(…)

da sitzen sie, auf ihren jogamatten; atmen ätherische düfte ein und werden plötzlich sensibel und empfindsam … wie die romantiker, deren scheinbar lächerliches verhalten heute als widerstand erklärbar wird: als kontrapunkt zur aufklärung; als verweigerte anpassung an ein leben, das nur noch vernunftgemäß sein sollte, nur noch ziel und zweckgerichtet, effizient und (…) - aber man muss zur ruhe kommen. man muss sich selbst wieder spüren, um wieder zu lernen, menschlich zu sein … um mithalten zu können und gut zu funktionieren, muss man vor allem kühl bleiben, sich abschotten, dicht machen. man muss wieder sensibel werden; sich anrühren und betreffen lassen … um unterscheiden zu können, was richtig und was falsch ist … um sich moralisch zu verhalten. um das richtige zu tun.

aus: "wenn die seele nicht mehr schritt halten kann - fortschritt und fortschreiten der technik" von angelika brauer. manuskript zur sendung.

konsequent

"kennt ihr zwei euch eigentlich bereits?"
"nein, ich glaube nicht."
"hmm. seltsam."

sprach's und verschwand.

ach ja, stuttgart.

stuttgart. zum zweiten mal in meinem leben bei vollem bewußtsein in stuttgart gewesen, offenbar bisher nicht viel verpaßt. samstag hätte ich die möglichkeit dazu gehabt, aber, hey, ich war ja da! enttäuschende besucherzahl, inhaltlich umso schicker (der komparativ da vorn stört mich nun zwar ein wenig, aber --).
festgestellt, daß ich mir weblogger erschreckend oft ganz genau so vorstelle, wie sie dann auch in wirklichkeit sind. insgesamt dann doch teilweise positiv, teilweise negativ, größtenteils aber nicht mal so richtig überrascht gewesen. statt dessen zuviel über raum-namen in bayrischen kneipen, sich prügelnde kellnerinnen und vor allem über meine außenwirkung nachgedacht (anstatt mal selbst eine zu erzeugen) - aus unangebrachter demut schüchternheit denkschleife nicht hinreichend schnell rausgekommen und die blogger-halbgötter lieber den ganzen abend angestarrt und aus versehen in höflichkeitslächen verfallen anstatt … naja.
"eingegrenzt".
gegen halb drei auf der heimfahrt den beschluß gefaßt, markanter werden zu wollen, den beschluß am nächsten morgen aber wieder vergessen gehabt. manchmal wäre ich ja gern unkomplizierter. ja, nächstes mal dann, wenn ich das mit der akklimatisierung besser im griff habe.

"gerne wieder!"

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