berlin: äußerlich

nein, ich hab' auch keinen bock, die 2 leser hier mit einem "ich war hier und dort und hab folgendes eingekauft" artikelchen zu nerven. wirklich nicht. aber meinetwegen in kurzform und sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt: schön war's, eingekauft hab' ich absinth, kaffee, klamotten und platten, gewesen bin ich bei allen geplanten dingen, die lesung "mein zuckersüßer adolf" im bunker b / gesundbrunnen ist absolut (!) empfehlenswert, und daß ich jetzt "blogger nr. 6" bin versuche ich schon die ganze zeit in einen lustig-traurigen abzählreim mit "mädchen nr. 1" zu verknuspeln, klappt aber bisher nich'.

sigur ros am donnerstag ist ausgefallen - ich habe vier tage lang versucht, mich nicht darüber aufzuregen, daß ich primär deswegen überhaupt mehrere hundert kilometer an diesem wochenende gefahren bin, die erste vorlesungswoche fast komplett habe ausfallen lassen, daß es mich tierisch nervt, daß die band nur ein paar stunden vorher ein konzert absagt "weil sie im stau stehen", und daß der ersatztermin ende februar (also in der prüfungszeit) liegt. ich hab's wirklich versucht. aber es klappt einfach nicht. ich find's von vorn bis hinten scheiße und wenn man die proteststimme hören würde, wenn ich die karte zurückgäbe, würde ich's tun. so bleibt mir aber nur das blöde gefühl in der magengegend und das mantra "aber die musik ist doch toll".

blüthenrausch war genial, wunderschöne musik, nette leute, eine rose für jede dame auf dem nachhauseweg, für ein paar minuten gegen ende endlich mal wieder auf andere gedanken gekommen. immerhin.

sonst?

nicht viel äußerliches, und meistens nur das "übliche" innerliche. nicht der rede wert.

und die kurznachrichten vom samstag tun mir leid. aber das gehört eigentlich schon nicht mehr in den "äußerlich"-teil.

das unerfreuliche zuerst

"er hat ein paar standardbilder, die liegen bereit, um abgerufen zu werden zum quälen. es ist manchmal gut, die qual soweit zu steigern, daß ein körperlicher schmerz daraus wird."

[ -- sibylle berg, "das unerfreuliche zuerst. herrengeschichten." ]

"siech heul"

… sollte ich als feststehenden ausdruck in meinen aktiven wortschatz übernehmen, denke ich. trifft's ganz gut.

melamelamelamelamelancholia

mit einem sommergefühl im herzen die blätter fallen sehen, nein, anders, mit einem herbstgefühl im herzen die sonne scheinen spüren, oder, nein, die dingwerdung des begriffs tragik, auch nicht, nein, heulend ein kinderliedchen singen, hmm, an dinge denken und sich selbst nicht sicher sein, ob man lachen oder heulen will, ich weiß nicht, sich innerlich gut und positiv fühlen und dann gesagt bekommen, daß man traurig wirkt, ja, das dürfte alles irgendwie teilweise mehr und teilweise weniger zu meinem verständnis von melancholie beitragen. doch. ich glaube schon.

"blogger-treffen"

meine güte. habt ihr wirklich gedacht, ich mein' das ernst?

überhaupt nehmen hier viel zu viele leute alles wörtlich, was ich schreibe, und denken, das wäre ein online-tagebuch oder ein weblog oder ein kühlschrank oder ein "diary" oder weißdergeierwas. sorry, leute, ist es nicht. nichts davon. ihr müßt das hier nicht lesen, im gegenteil, und vor allem müßt ihr euch nicht angesprochen fühlen. keiner. dies hier ist ein ventil für mich, sonst nichts.

aber bestimmt nimmt das jetzt auch wieder irgendwer wörtlich und zu ernst …

berlin: prolog

ich fürchte, ich bin derzeit zu wenig seltsam drauf, als daß ich tiefschürfende gedanken über die letzten paar tage erwähnen könnte. die zusätzlich vorhandene miese laune aus diversen anderen gründen trägt auch nicht gerade dazu bei, jetzt etwas anderes machen zu wollen außer ins bett zu fallen und die träume endlich mal wieder in die richtung positiverer gedanken zu drängen. kommt zeit, kommt metapher. erstmal die tasche auspacken.

"kunstkopf"

… ist ja auch so ein klasse begriff, den ich stundenlang anschmachten und über den ich stundenlang nachdenken könnte.

alive and kicking

der kastanienbaum hier draußen ist einsam und er macht einen traurigen eindruck und einen melancholischen machen ja eh alle bäume und er wirft in seiner langeweile und traurigkeit und melancholie mit kastanien nach den unter ihm parkenden autos. ein lebenszeichen. immerhin.

happiness

"die weiber sind erbärmliche klatschtanten und die männer sind …"
"… sind nur erbärmlich."

wunderschöner film. gerade auf arte.