last minute mallorca, 1 woche, ab 400 euro. geht's noch? selbst hotel-direktbuchungen am gardasee scheinen laut erster webseiten-durchsicht vom preisniveau her auf novotel-niveau zu liegen. morgen muß ich wohl doch mal im reisebüro fragen … wenn das so weitergeht, bekomm' ich ja direkt lust auf mecklenburg-vorpommern. oder noch schlimmer.
kommentare
hmm. sollte ich die kommentarfunktion wieder einschalten?
pesto
ich bin mir nicht sicher, wann ich zum ersten mal pesto gekostet habe. ["gekostet" ist übrigens auch so ein begriff, den ich in aktiver verwendung erst mitbekommen habe, als ich von bawü nach thüringen umgesiedelt bin. egal.] jedenfalls: pesto. schmeckt scheiße. gut, nicht unbedingt scheiße, aber die wohnung stinkt tagelang nach dem zeug, und irgendwie "delikat" mundet mir das zeug schon gar nicht. weder das originale, grüne, basilikum-pesto, noch die diversen orange-roten paprika-abarten, die meist von barilla kommen und sich wohl ebenfalls ungestraft pesto nennen dürfen. das faszinierende an dem zeug ist aber, daß ich es a) immer wieder versuche ("das muß doch schmecken!"), zuletzt in einer 5-euro-pro-fläschen-version aus dem delikateß-laden, und daß ich b) sofort bei der erwähnung des wortes "pesto" an einen vollkommen bekloppten teleshop-spot, den ich irgendwann mal tief in der nacht gesehen habe, denken muß, in dem amerikanische hausfrauen mix- und häcksel-geräte testen sollen (wobei der luxus kitchen master chief deluxe 3000 natürlich gewinnt, is' klar), und das natürlich, indem sie ein pesto herstellen wollen. damals wußte ich noch nicht mal, was das sein soll. hätte es wohl auch besser nie rausgefunden. bäh. jetzt erst mal zähne putzen …
öffentlichkeit
eben auf dem supermarkt-parkplatz. zwei fette hausfrauen beim einräumen der einkäufe in den ford fiesta. "vergreif' dich noch einmal an meinem mann, du sau, dann bist du fällig!" - "schrei' hier nicht so rum, oder willst du, daß das alle hier mitbekommen?" - "da scheiß' ich doch drauf!"
wieso zaubern mir eigentlich solche vorfälle immer wieder ein angenehmes lächeln auf's gesicht? mein tag ist nach sowas jedenfalls immer gerettet.
hurz
so, es reicht. genug depri-kram, genug stil-kopie, genug selbstzweifel. mehr massengeschmack, mehr positive gedanken, mehr pageviews, mehr junkfood! haben wir nicht ein wunderschönes wetter da draußen? basta.
ach
"ach …"
"hm?"
"nichts."
"das 'ach' eben war also nur so dahin-ge-ach-t?"
"ja, nein, ich meine …"
"oh gott. *seufz* okay, was ist los?"
"nichts."
"spiel' nicht die frau, sondern sag', was los ist."
"ach …"
"da waren wir schon."
"na das übliche halt."
snafu
too many thoughts. too many words. too many. not a single day, not a single hour, not even a minute i could think of anything else besides all this … this tension. this stress. hell, i even started to write in english. how sick is this?
il n'y a pas d'amour heureux
mit diesen worten wird man von 8 entzückenden, charmanten frauen nach zweistündigem filmgenuß wieder in die wirklichkeit entlassen. und erst dann, immerhin, fällt einem plötzlich wieder ein, daß sie wahrscheinlich recht haben.
lächerlichkeit und verzweiflung
"lächerlichkeit und verzweiflung sind zwei unterschiedliche paar schuhe, auch wenn sie sich hin und wieder ähneln."
"nein. sie sind unterschiedliche stadien des gleichen prozesses, aber wir können uns gern darüber streiten, welches davon vorher und welches nachher kommt."
jetzt erst recht
kürzlich erwähnte ich doch noch das "jetzt"-magazin, und daß ich es noch nie bewußt gelesen habe, bzw aus der zeit, in der ich es mal bewußt gelesen hatte, nicht als sonderlich interessant in erinnerung habe. so kann man sich täuschen. hängt doch hier "daheim" bei meinen eltern an meiner pinnwand ein ausschnitt, keine ahnung aus welcher ausgabe, aber neben der seitenzahl unten gut erkennbar aus dem "jetzt"-magazin stammend. und frag' mich jetzt bloß keiner, ob der folgende absatz aus einem interview stammt oder gar wer da interviewt wurde o.ä., ich weiß den kontext schlicht und einfach nicht mehr.
"was kann ich tun, damit mein leben ein gutes wird?"
"das wichtigste ist, auch wenn das sicher oft gesagt wird: höre nicht darauf, was andere leute sagen. reagiere einfach nicht darauf. wenn du spürst, daß es richtig ist, stimmt es auch. ob du etwas tragen möchtest, das sonst niemand trägt, ob du rauchen möchtest, obwohl niemand sonst raucht; oder ob du nicht rauchen möchtest, obwohl alle anderen rauchen, ob du keine lust hast auf etwas, das alle machen - egal, was es ist und egal, was es für eine kleinigkeit auch sein mag: hör nicht auf andere. aber es ist verdammt nochmal nicht leicht. besonders in situationen, in denen man merkt: diese hose sah doch ganz schön scheiße aus. aber egal, ich mochte sie. außerdem: wie viele gedanken muß man sich täglich machen, wenn man immer noch von mindestens zwanzig anderen leuten die gedanken mit im kopf hat? und die angst: was denken die jetzt von mir? es ist auch wichtig, eigene werte zu haben, grenzen zu respektieren und irgendwie der menschheit zu dienen. zwei sachen sollte man außerdem jeden tag machen: schwitzen und lachen. wenn du schwitzt, geht es deinem körper gut, und wenn du lachst, freut sich deine seele."
tjaja. es ist verdammt nochmal nicht leicht. ich weiß.
was isdn das?
tolle wurst. meine eltern haben neuerdings isdn (ja, doch so modern). inklusive mehrerer telefone über die etagen verteilt und einer tk-anlage im keller. vom installateur angeblich nach den wünschen meiner eltern vorkonfiguriert. entweder waren meine herrschaften an dem tag besoffen, oder der herr installateur ist sein geld nicht wert. jetzt darf ich morgen erst mal rausfinden, welche msn welchem apparat zugewiesen ist, welche internen rufnummern die apparate haben, wieso manche telefone mit einer bestimten msn rausgehend telefonieren, aber nicht klingeln, wenn diese msn angerufen wird, und noch ein paar nettigkeiten. naja, hab' ja sonst nix zu tun - wenigstens ist die anlage per usb und mitgelieferter software konfigurierbar.
hmm. ja, okay - ist nicht wirklich spannend, das thema.
aber da müßt ihr jetzt halt auch mal durch.
'nacht.
war's das?
"ich glaube, das war's."
"spinn' nicht."
"wieso, das ist jetzt das …"
"ach!"
"was ach?"
"sie meint das nicht so."
"kann man sowas anders meinen?"
"sie schon."
"fällt mir schwer zu glauben."
"ich weiß. war schon immer so."
"daß es mir schwerfällt, das zu glauben?"
"ja, dummkopf."
"isjagut."
"…"
"als war's das noch nicht?"
"da bin ich überfragt."
"hast du nicht eben noch gesagt, …"
"ich hab' nur gesagt, daß ich es nicht weiß."
"äh?"
"naja, andersrum formuliert halt."
"aus dir soll einer schlau werden …"
"klar. dafür bin ich ja da."
"idiot."
mangold-lasagne mit tomaten und käsesauce
ach, leute … ihr schreibt alle soviel wahres, schönes, wunderbares, bewegendes, trauriges, nachdenklich machendes, interessantes, wertvolles - wie soll ich mit meiner kleingeistigen frustscheiße da mithalten? nein, ich weiß: muß ich ja gar nicht. verlangt ja keiner. nie "verlangt" jemand was. im leben. in meinem bisher jedenfalls. vielleicht war das ja auch der große fehler.
fräulein meier, streichen sie das "vielleicht" im letzten satz. und stellen sie ihn dann wieder so um, daß er grammatikalisch korrekt ist.
nein, dieser ganze nicht-druck übt wahrscheinlich viel mehr druck aus, als man sich vorstellen kann. sätze wie "na und wenn schon, ist doch nicht schlimm" mögen zwar irgendwo korrekt sein und führen zu einem angenehm faul lebbaren leben, aber helfen tun sie nicht. helfen könnte nur ich mir selbst. und dazu bin ich mit meinen steinalten fast 27 jahren schon fast zu faul, zu träge, zu egoistisch und zu einzelkindisch erzogen, fürchte ich.
aber auf das "fast" hoffe ich dann doch wieder irgendwie.