franks erstes gesetz der radiodynamik

die musikauswahl eines bis dahin recht brauchbar und vielversprechend klingenden dj-sets im radio irgendwann mitten in der nacht wird ab genau dem zeitpunkt t2 zu unbrauchbarem prolltechno mutieren, der sich zu t1 (dem einschalten der mitschneide-funktion am empfangsgerät) wie

t2 = t1 + n

verhält.

der sog. kirmes-koeffizient n in sekunden berechnet sich aus dem kehrwert der zeitspanne zwischen dem einsetzen der überlegung "das könnte ich ja eigentlich mal aufnehmen" (t0) beim hörer und dem zeitpunkt t1 (s.o.), multipliziert mit der sog. privatsenderkonstanten q:

n = [1 / (t1 - t0)] * q

die privatsenderkonstante q verhält sich proportional zum durchschnittlichen iq der hörer-zusammensetzung und läßt sich zwischen ca. 0 und 150 einfach mittels beobachtung festlegen oder aus entsprechenden tabellen ablesen:

q = sum(iq) / count(iq)

[beispielwerte: q(deutschlandfunk) = 140, q(sunshine_live) = 20.]

zusammengesetzt ergibt sich:

t2 = t1 + [q / (t1-t0)]

(alternative formulierung des ersten gesetzes der radiodynamik: "je länger man über die anfertigung einer aufnahme nachgedacht hat, desto schneller wird daraufhin die musik scheiße.")

franks korollar zum ersten gesetz der radiodynamik

die musikauswahl einer bis dahin recht fürchterlich verlaufenen aufnahme eines dj-sets im radio irgendwann mitten in der nacht wird ab genau dem zeitpunkt t4 wieder schlagartig besser und interessanter, der sich zu t3 (dem abschalten der mitschneide-funktion am empfangsgerät) wie

t4 = t3 + m

verhält.

der sog. überraschungs-koeffizient m in sekunden verhält sich sinngemäß wie der jeweils vorher berechnete kirmes-koeffizient n.

übungsaufgabe

berechnen sie die werte n und q jeweils für die sender "you fm", "sunshine live" und "fm4". fertigen sie repräsentative mitschnitte an, notieren sie sich dabei die entsprechenden meßwerte (t0 bis t4!) und vergleichen sie diese mit den rechenergebnissen. bewerten sie ihre beobachtung.

(wichtig: die angefertigten aufnahmen sind nicht mit dem lösungsblatt einzureichen, sondern angemessen zu entsorgen!)

"fettgebäck des tages".

(aus der reihe "es sind doch die eher unauffälligen dinge, die man als wessi hier im osten so niedlich-verspult findet", heute: der backwaren-einzelhandel.)

ich träume von ..

einer universal-fernbedienung mit wlan-anschluß.

(achtung, nerd-content ahead.)

zu den vorteilen beispielsweise (m)einer dbox gehört -dadurch, daß sie am router hängt-, daß sie ein kleines webinterface mitbringt, mit dem umgeschaltet und ein klein wenig die senderverteilung konfiguriert werden kann (mal abgesehen vom mpeg2-streaming und anderen nettigkeiten natürlich). für andere aktionen (bildschirm an/aus, lautstärke, dergleichen) an der anlage muß ich trotzdem meinen linken arm, beladen mit einer mehrere hundert gramm schweren universalfernbedienung "made in timbuktu", bewegen.

solang also nicht alle anderen geräte (fernseher, verstärker, dvd-player, playstation) mit ethernet- bzw. wlan-unterstützung kommen, spinnt sich in meinem kopf gerade eine "festinstallierte" (an der decke/wand hängend und auf die jeweiligen geräte gerichtet) und per wlan über ein kleines web-interface bedienbare universalfernbedienung zusammen.
oder gibt's sowas womöglich schon? ich meine, im zeitalter von kaffeetassenwarmhaltern mit usb-anschluß und kühlschränken mit aol-zugang? 

(ja, ich möchte zu der sorte menschen gehören, die es toll fänden, wenn sie eine nachricht via jabber o.dgl. bekämen, wenn post im (hardware-)briefkasten liegt. progressiv leben!)

hey, amazon.

ich gebe zu, die post bzw. dhl braucht in letzter zeit nicht mehr ganz so lang, um briefe und pakete zu befördern. aber meint ihr nicht, ihr werdet da vielleicht gerade ein bißchen zu optimistisch?

versandt am 22.1., lieferung am 15.1.

(andererseits - wenn ich die dvd dann einfach mal fix zurückschicke, sie also vor dem eigentlichen absendedatum wieder bei amazon eintrifft, bringe ich damit das restliche raum-zeit-gefüge wohl endgültig und vollständig durcheinander. den spaß wär's mir ja fast wert. da sag' noch mal einer, zeitreisen wären doof.)

einschlafwandler(, der):

1. person, deren schlafstörung sich -in form von hyperaktivität- primär am schlummeranfang bemerkbar macht

2. gerät zum überführen eines bestimmten müdigkeitsstadiums in ein anderes (vgl. "den einschlaf in einen aufwach wandeln")

3. schreibfehler, verursacht durch defekte leertaste

unfreiwillige selbstkontrolle

und dann, wenn man accidentally nachts an daily-talk-dreck vorbeizappt, wo wieder irgendwelcher white trash aus vororten von saarbrücken oder görlitz kein geld für einen vaterschaftstest hat und sich diesen von rtl bzw. eingehenden zuschauer-kurznachrichten ("welches ist der vorname von oliver geißen? schicken sie 'a' für oliver oder 'b' für geißen an ..") und einschaltquoten cross-finanzieren läßt, dieser eigenartige gedanke, - ob das kind, dessen eltern sich da vor millionen armseliger bild-leser gerade darüber streiten, ob papa wirklich papa ist, ob dieses kind jemals eine aufzeichnung dieser sendung zu sehen bekommt, wenn es erstmal klar denken kann? wie fühlt man sich, wenn man mit mitte 20, nachdem sich die eltern totgesoffen haben und man das "erbe" plündert, die aufzeichnung einer solchen show findet und sie sich ansieht? haben solche eltern genügend reststolz, um das wissen über diesen "auftritt" mit ins grab zu nehmen, wenn aus dem kind mal was geworden sein sollte? sehen sich solche menschen, wenn sie von der aufzeichnung nach hause kommen, noch im spiegel (an)? was sind das für zustände, was sind das für umstände, was für ein milieu muß das sein, um so tief zu sinken, daß man sich über all das vorher keine gedanken macht? wie fühlt sich ein sagenwirmal 11jähriger (mal vorausgesetzt, er ist nicht schon vergleichbar verkorkst worden), der sieht, daß seine mutter vor 10 jahren im fernsehen dinge wie "nein, keine ahnung, ich war zu besoffen um zu merken, mit wem ich da gefickt habe" gesagt hat? mag diese leute nicht doch irgendwer vor sich selbst schützen? so als kleinen beitrag für eine bessere welt?

tunespoon

'n alter hut (wie so vieles derzeit hier), der vollständigkeit (wer hat da "image" gerufen?) halber dennoch: tunespoon. gute sache, sehr gute sache.

[ ich hatte mir ja fest vorgenommen gehabt, mit den 25 millionen euro, die ich vor einigen wochen im lotto zu gewinnen plante, einen musiksender ("imv2" - in memoriam viva 2) zu gründen, werbefrei, und mit den guten leuten [tm] innerhalb von rund 18 monaten die gesamte summe damit zu verbraten, ausschließlich tolle musik zu zeigen und kavka/roche/kuttner/tschirner und all denen und den nachwuchs-kurzfilmern und den angenehm verrückten dieses landes und den plattensammlern und den markenklamottenablehnern und den alert-lesern, den guten also, ein zu hause zu bieten, das irgendwo zwischen spex, intro, weblogs und punk reinpaßt und sich überhaupt nicht mal einbildet, jemals damit geld zu verdienen, sondern nur utopia demonstriert und breit lächelnd (stolz!, remember?) ins verderben sendet, bis das geld alle ist .. - leider hab' ich damals vergessen, den lottoschein abzugeben. ]

wo war ich? tunespoon. video-stream, 247, tocotronic und northern lite und alive und virginia jetzt und interpol, in 384kbps als mms-stream zwar nur, aber es ist der gedanke, der zählt. in diesem fall zumindest.

auf sachen, die eh schon überall verlinkt wurden, weise ich ja allein schon aus trotz gern nochmal hin (und weil's natürlich wirklich lesenswert ist):

"willkommen im jahr der entschlossenheit. aus dieser positiven grundhaltung wird gejammert. es ist toll, ich habe eine beheizte wohnung, ich bin krankenversichert, meine kinder gehen zur schule, aber ich schimpfe auf die bahn. so muß es laufen."

harald schmidt über selbstbewußtsein und glamour in deutschland.
(via, z.b.)

n-tv-wetterpegel

björn alexander, der thomas hermanns der wetteransager-szene.

(kalauernd-verbalakrobatische wortspielassoziationen, teil 19:
"zum wetteran (e.v.)" - treffpunkt in würde gealterter meteoratoren.
ach, ach.)

"und wie ist das wetter bei dir so?" - "eher nicht."