2004

und dann wieder diese momente tage wochen monate, in denen ich mir kindisch wie schon viel zu oft ein problem wünsche, das mein eigentliches und eigentlich einziges eines problem überdeckt. das mir eine ordnung aufzwingt, die nichtigkeiten entfernt, bei dessen lösung ich mir wennsseinmuß helfen lassen und mich nebenher auf mein problem stürzen kann. stürz-stürz. jetzt schubs' mich doch mal einer, damit ich endlich stürze.

"mit h. komm' ich nicht so richtig klar."
"kein wunder, ihr wart ja jahrelang in die selbe frau verliebt."
"oh. [dramatischwirkende pause] waren wir das?"

ist ja nicht so, daß ich es nicht längst gewußt hätte. nur gesagt hatte es mir noch niemand. probleme, die längst keine mehr sind, als solche erkennen - mein vornachsatz für restzwotausendvier. arschbacken entkrampfen. weniger cool sein wollen, sondern es einfach nur sein.

am 23.12. am rasthof reinhardshain einen höflichen und nett wirkenden jungen herrn mit viel gepäck nicht mitnehmen können, weil wer will denn auch schon nach limburg? schlechtgewissige zweifel auf der weiterfahrt, allein im auto, ob ich nicht doch und weil ja bald weihnachten ist und es wird ja auch schon dunkel und ob der wohl noch jemanden gefunden hat und wo um himmels willen ist überhaupt limburg und ich hätte ihn ja wenigstens bis fernwald, da ist doch so 'ne jet-tanke, .. -

die tage zwischen den dingern mit vorfreude (der sex zwischen weihnachten und silvester ist bekanntlich der beste) auf danndochnichteingetretene ereignisse verbracht. dummes timing. pinwand aufgeräumt (kalender 2003 gegen 2005 ausgetauscht - ich hatte dich gewarnt, 2004!), mehrere minuten erfolglos über potentielle 2005er-vorsätze nachgedacht (mit dem rauchen anfangen?). pathepisch zu meinem wort des jahres erklärt (klingt als "pathepic" übrigens noch eine spur drama-queeniger).

"oh - du hattest geburtstag?"
"naja."
"trotzdem alles gute."

nein, keine lust auf resümees (mit seele) oder rückblicke (ohne seele), zusammenfassungen (mit ohne viel negativseele) oder listen (für blogger). man möge mir verzeihen.

weihnachten 2004 dann doch noch

ein dvd-player von pioneer: 125 euro. 

ein scart-kabel vom elektroladen nebenan: 4 euro.

alle kürzlich im elternhaus auffindbaren alten super8-filme von einem selbst (hüllenaufschrift: "frank, 3 monate" bis zu "frank, 5 jahre") bei jemandem, der etwas davon versteht, auf dvd aufnehmen lassen: rechnung folgt noch.

seine eltern am späten heiligabend dabei beobachten, wie diese (als personifizierte technikfeindlichkeit) einen dvd-player (mit hilfe, aber trotzdem) in gang bekommen und danach mehrere stunden nicht mehr vom fernseher wegzuzerren sind: unbezahlbar.

(diese aufzählungsmasche hier aus einem werbespot abkupfern und damit einen auf coole sau mit ahnung von intertextualität machen: ganz, ganz billig.)

ungewohnt

dieses eigenartig seltene gefühl des freuens über ein freuen. latent egoistische anteilnahme gewissermaßen, unterbewußt schenken geben um nehmen zu können dürfen. nicht die schlechteste der möglichen absichten, und wahrscheinlich ja auch nur aus unangebrachtem selbstrechtfertigungsanlaß heraus zusammenfabuliert. trotzdem: das funkeln in den augen, das man mangels webcam und aufgrund 180 kilometer durchmessender lokalisationsunschärfe nur (nur?) aus formulierungen und dem klang der buchstaben in diesem kleinen fenster herauszieht. wenn die vielen kleinen bits wüßten, wie dankbar ich ihnen manchmal bin. huch und großartig, fast gleichzeitig.

"schöner leben mit argh!", update.

nachdem ich vor einiger zeit auf sparmöglichkeiten bei cd-wow in form verschiedener discount-kombinationen hingewiesen hatte und (nicht nur mir) cd-wow kurz danach mitteilte, daß eine solche kombination mehrerer rabatte (also discount-links und gutscheincodes) gegen deren agb verstößt (und mittlerweile laut cinefacts auch entsprechende bestellungen kommentarlos storniert), - hier mal ein kleines update.

bekanntlich hat cd-wow mehrere internationale domains und entsprechend lokalisierte preise in den jeweiligen landeswährungen. diese unterscheiden sich teilweise aber recht deutlich - die gleiche dvd kann bei cd-wow.net immerhin ein paar euro teurer sein als bei cd-wow.com oder anderen domains. ein netter mensch aus belgien hat nun dafür die cd-wow-preissuchmaschine entwickelt - item-nummer von cd-wow eingeben (in der url des artikellinks zu finden), ein paar momente warten, und als ergebnis gibt's eine übersicht mit allen (derzeit neun) möglichen cd-wow-"niederlassungen" und deren preisen, plus umrechnung nach aktuellem kurs in euro. aktuelle/bekannte öffentliche rabattlinks sind bereits eingerechnet bzw. verlinkt, so daß man am ende der bestellung keinen weiteren gutscheincode eingeben sollte (siehe oben).

(via & faq)

und ich verdanke es wohl meiner konservapositiven ..

und ich verdanke es wohl meiner konservapositiven erziehung, daß ich beim vorbeiradeln am pornokino und beiläufiger zurkenntnisnahme des angespriesenen filmtitels "faust fuckers" für einen kurzen moment an goethe denke, bevor ich deswegen grinsen muß. alltagsfreuden.

hallo, stern-tv!

es ist ja an sich ganz hübsch, wenn ihr wieder mal (wie schon letzte woche, zb) über das altbekannte javascript-loch bei ebay berichtet. wenn ihr zur demonstration allerdings ein mädel aus köln bzw. dem publikum rekrutiert, deren paßwort "live gehackt" werden soll, dann .. ist es eine ganz dämliche idee, nach der aktion ebendieses paßwort zusammen mit ihrem account-namen klar und deutlich in der live-sendung zu erwähnen.

'mein ebay' von melli090377

und da hilft leider auch nicht, daß der sogenannte ebay-sicherheitsexperte ein paar sekunden später dringlich darauf hinweist, doch bitte jetzt sofort das paßwort zu ändern, wie man im "mein ebay"-bereich der armen dame wunderschön beobachten kann. beachtlich, was da in den letzten minuten alles eingekauft wurde, noch bevor der account durch ebay endlich gesperrt wurde.

("einmal mit profis arbeiten ..")

köln, auch

das erste mal in freier wildbahn "ordnungshüter" der art, wie man sie andauernd auf pro7 sieht, erlebt. ordnungshüter mit bestimmtem artikel vorndran, für-zucht-und-ordnung-sorgen-dürfende menschen mit fragwürdig eingetrichtert bekommener auffassung von zucht und vor allem ordnung. es gibt derzeit wenige formate im fernsehen, die noch ekelerregender sind und zweifelhaftere werte auf plakativer-hirntötere art transportieren als "the swan", aber dieser "aufpasser"-dreck (auf streife mit wachtmeister müller, unsere helden von der autobahnpolizei, der harte job der politesse, ordnungsamt-man to the rescue, ..) ist bestimmt eines davon. "junger mann, ihre café-tische stehen 50 cm zu weit auf dem bürgersteig. wenn das jeder machen würde, .. und ich muß sie daher zu einer ordnungsstrafe von .." - meistens setzt an der stelle der brechreiz, respektive der umschaltreflex, ein, an der der spannende bericht über einen un-angeleinten dackel oder einen geklauten regenschirm beginnt.

die fernbedienung hatte ich in köln leider nicht dabei. drei vergrünte und beschlapphütete wichtigmänner patrouillieren auf dem radweg und verdonnern radfahrer, die es wagen, ihre beleuchtungsfunzel nicht einzuschalten, während diese nachmittags auf dem radweg einer strahlend hell erleuchteten einkaufsstraße fahren, zu einer gebühr von weißnichwieviel. die oberlippenbartrambos werten mein ungläubiges staunen und kichern zum glück nicht persönlich, sonst hätte ich wohl auch zahlen müssen. später beim aufwärmkaffee mit blick nach draußen (toller bildschirm, aber scheiß-programm) vergleichbares am laufenden band - armen tröpfen, die bei rot über die straße rennen, um eine s-bahn zu erwischen, wird nicht nur letzteres vermasselt sondern der spaß auch gleich noch - wieso muß ich gerade an meine schulzeit denken? - mit einer standpauke sowie einer gebühr belohnt.

mit der begleitung während der ausschauhaltung nach kamerateams über prämiensysteme, einschaltquoten, werteverfall und blockwartmentalität diskutiert und zu dem schluß gekommen, daß ich weiterhin nicht in köln leben möchte (kühn verallgemeinernd und pauschali(si)erend, i know). kurz über dinge wie "eigentlich sollte man ja mal eine nacht seines lebens in einem knast verbracht haben" nachgedacht, die daraus resultierende wahrscheinlich notwendige gesetzesübertretung (mit offenen schnürsenkeln rennen? lautes lachen in der öffentlichkeit? taschentuchfreies niesen?) sowie die erwartung des kölner provinzknasts für nicht hinreichend spannend gehalten, mit "stay low"-attitude vorsichtig weitergelaufen und irgendwann dann schließlich doch an angenehmere dinge als "recht und ordnung" denken können.

[update: "scheiße, die bullen!", aus der taz vom 2.12. - danke an tim für den link.]