
aus der reihe "dinge, die einem erst nach dem umzug auffallen", teil 1: der entsprechende spreeblick-affine blogname (intertextualität, ick liebe dir!) klingt viel zu sperrig. bleibt's also doch erstmal bei argh.de hier, fürchte ich.
vintage youth berlin :: team anti

aus der reihe "dinge, die einem erst nach dem umzug auffallen", teil 1: der entsprechende spreeblick-affine blogname (intertextualität, ick liebe dir!) klingt viel zu sperrig. bleibt's also doch erstmal bei argh.de hier, fürchte ich.
hier geht's weiter, sobald gewisse umzugsbedingte dsl-einrichtungsprobleme aus der welt geschafft sind.
am ganzen körper zitternd dachte frank l. aus b. nach knapp einer woche in seiner neuen wohnung (5. og) behutsam darüber nach, ob es nicht vielleicht doch eine gute idee wäre, den ursprünglichen plan, einfach jedes getränk durch kaffee zu ersetzen, aufzugeben, statt dessen die faulheit zu überwinden und doch einen kasten mineralwasser nach oben zu schleppen.
(delirialgedanken)

da ich nicht mehr so recht daran glaube, daß frau schwarzer in diesem leben noch einen kanzler abbekommt, bleibt ja nur noch .. -- hilfe!
(obwohl: die kanzlerkandidaten schwarzer, ströbele, gysi und westerwelle im tv-duell, das hätte was. takeshis castle ist ein dreck dagegen. ich freu' mich auf 2009.)
zu den grundlegenden kulturtechniken, die ein sogenannter zivilisierter mitteleuropäer im gegensatz zu mir normalerweise besitzt, gehören ja nicht nur dinge wie das annähen von knöpfen (das ich mittlerweile dank anachronistischer hilfsmittel aus dem näh-haushalt meiner oma erlernt habe). auch die prüfung eines ölstands beherrsche ich schon wenigstens drittelprächtig. in letzter zeit bemerke ich aber, daß zu den für mich mittelfreistig eher unerreichbaren fähigkeiten auch sowohl das einhändige als auch das unabgetrennte duschen in badewannen gehört. grundkenntnisse in physik bzw. mechanik und meinetwegen auch noch thermodynamik beherrsche ich zwar, aber selbst damit scheint mir eine dahingehend weiterbildende maßnahme (telekolleg 2: duschtechnik für helden) in meinem fall aussichtlos.
auf die möbelpacker wartend fristen nun sowohl meine dusch-trennwand aus kruppstahl hartplastik als auch die eigentliche duschkopfaufhängung in je einem karton ihr dasein - eine zusatzinformation, die man aber eigentlich nicht benötigt, sieht man sich mein badezimmer an. nach nur zwei tagen konnte ich erste korrelation zwischen wasserspritzrichtung und gefühlter sauberkeit feststellen, bis morgen abend hoffe ich mich auf dem gebiet der lokalen hochwasserstandsmeldungen (außerhalb der wanne, versteht sich) in verbindungen mit der vorher erfolgten duschdauer auszukennen. man kann ja nie wissen, wozu man's mal braucht.
aber, ach, duschen macht sowieso keinen spaß mehr, wenn der rest-hausrat in kartons aufbewahrt wird (akten- statt umzugs-, übrigens - letztere erschienen mir doch zu unspektakulär. ich werde berichten, wie sehr sich die möbelpacker freuen). bettvorleger geben keinen guten handtuchersatz ab; bis das haargel gefunden ist, ist die frisur schon beschissen getrocknet; rasieren ohne spiegel führt jedesmal wieder zu suizidalgefärbten kacheln; und all diese aktionen vollkommen ohne gardinen durchzuführen traue ich mich auch nur noch tagsüber und im wissen der im urlaub befindlichen gegenübernachbarn.
nein, umziehen ist doof. nur das wegziehen macht's, ausnahmsweise, erträglich.
(hat etwa jemand gehofft, hier käme noch eine pointe?)
london, in england, the capital city of the british empire, is situated upon the banks of the thames. it is not likely that these facts were unfamiliar to james abbott mcneill whistler, a scottish gentleman born in america and resident in paris; but it is certain that he did not appreciate them. for he settled quietly down to discover a fact which no one had previously observed; namely, that it was very beautiful at night. the man was steeped in highland fantasy, and he revealed london as wrapt in a soft haze of mystic beauty, a fairy tale of delicacy and wistfulness.
trifft aber sinngemäß nicht nur auf london zu, sondern auf jede großstadt.
insbesondere auch berlin.
umzugsbedingter stillstand hier, derzeit. bloggen schreiben aus zwischen kartons, netzzugang gerade nur ausnahmsweise und zwischendurch. eigenartige stimmung in jeder der letzten nächte, an denen man aus dem fenster schauend gedanklich listen aufstellt mit all den dingen, die man derzeit "zum letzten mal" (hier) tut. und man es sich gerade noch verkneifen kann, diese listen aufzuschreiben. morgen abend vorerst letzter besuch beim hiesigen default-chinaimbiß, 400 meter weiter. angewandte teenie-melancholie. ich werd' wohl einen schlips anziehen. und im hintergrund läuft tom jones' "help yourself" in der endlosschleife, wenn ich heimkomme.
[bekommenes kompliment der woche: "nein, dich empfinde ich nicht als ballast."]

und für ihre farbe ja doch ein bißchen zu dunkel.
bandnews.org - sieht aus wie technorati, fühlt sich an wie eine gepimpte (wow, daß ich den begriff wirklich nochmal verwenden würde, ..) version von google news (ajax olé!), kümmert sich inhaltlich um musik bzw. bands, und die beiden (vienna berlin unite!) betreiber haben nebenbei noch ein kleines weblog zur site bzw. zur entwicklung. lieblingsbands zusammensuchen, rss-feed personalisieren, informiert sein, wohlfühlen. gute sache.
weil's damals schon so schön war, noch ein wunderbar-grausamer neuer: der dhl-packstation-song. keine haftung für rapide absterbende hirnzellen und ohrwurmartige ganztags-schmerzen beim hören.
ein must-see des diesjährigen phantastischen films, das spür' ich.