hier geht's weiter, sobald gewisse umzugsbedingte dsl-einrichtungsprobleme aus der welt geschafft sind.
bei kaffee und brot
am ganzen körper zitternd dachte frank l. aus b. nach knapp einer woche in seiner neuen wohnung (5. og) behutsam darüber nach, ob es nicht vielleicht doch eine gute idee wäre, den ursprünglichen plan, einfach jedes getränk durch kaffee zu ersetzen, aufzugeben, statt dessen die faulheit zu überwinden und doch einen kasten mineralwasser nach oben zu schleppen.
(delirialgedanken)
wenn sie mal groß ist
~

schwarzer sieht, äh, schwarz:
da ich nicht mehr so recht daran glaube, daß frau schwarzer in diesem leben noch einen kanzler abbekommt, bleibt ja nur noch .. -- hilfe!
(obwohl: die kanzlerkandidaten schwarzer, ströbele, gysi und westerwelle im tv-duell, das hätte was. takeshis castle ist ein dreck dagegen. ich freu' mich auf 2009.)
"mach' mich feucht, baby."
zu den grundlegenden kulturtechniken, die ein sogenannter zivilisierter mitteleuropäer im gegensatz zu mir normalerweise besitzt, gehören ja nicht nur dinge wie das annähen von knöpfen (das ich mittlerweile dank anachronistischer hilfsmittel aus dem näh-haushalt meiner oma erlernt habe). auch die prüfung eines ölstands beherrsche ich schon wenigstens drittelprächtig. in letzter zeit bemerke ich aber, daß zu den für mich mittelfreistig eher unerreichbaren fähigkeiten auch sowohl das einhändige als auch das unabgetrennte duschen in badewannen gehört. grundkenntnisse in physik bzw. mechanik und meinetwegen auch noch thermodynamik beherrsche ich zwar, aber selbst damit scheint mir eine dahingehend weiterbildende maßnahme (telekolleg 2: duschtechnik für helden) in meinem fall aussichtlos.
auf die möbelpacker wartend fristen nun sowohl meine dusch-trennwand aus kruppstahl hartplastik als auch die eigentliche duschkopfaufhängung in je einem karton ihr dasein - eine zusatzinformation, die man aber eigentlich nicht benötigt, sieht man sich mein badezimmer an. nach nur zwei tagen konnte ich erste korrelation zwischen wasserspritzrichtung und gefühlter sauberkeit feststellen, bis morgen abend hoffe ich mich auf dem gebiet der lokalen hochwasserstandsmeldungen (außerhalb der wanne, versteht sich) in verbindungen mit der vorher erfolgten duschdauer auszukennen. man kann ja nie wissen, wozu man's mal braucht.
aber, ach, duschen macht sowieso keinen spaß mehr, wenn der rest-hausrat in kartons aufbewahrt wird (akten- statt umzugs-, übrigens - letztere erschienen mir doch zu unspektakulär. ich werde berichten, wie sehr sich die möbelpacker freuen). bettvorleger geben keinen guten handtuchersatz ab; bis das haargel gefunden ist, ist die frisur schon beschissen getrocknet; rasieren ohne spiegel führt jedesmal wieder zu suizidalgefärbten kacheln; und all diese aktionen vollkommen ohne gardinen durchzuführen traue ich mich auch nur noch tagsüber und im wissen der im urlaub befindlichen gegenübernachbarn.
nein, umziehen ist doof. nur das wegziehen macht's, ausnahmsweise, erträglich.
(hat etwa jemand gehofft, hier käme noch eine pointe?)
berühmte erste (ab)sätze: moonchild
london, in england, the capital city of the british empire, is situated upon the banks of the thames. it is not likely that these facts were unfamiliar to james abbott mcneill whistler, a scottish gentleman born in america and resident in paris; but it is certain that he did not appreciate them. for he settled quietly down to discover a fact which no one had previously observed; namely, that it was very beautiful at night. the man was steeped in highland fantasy, and he revealed london as wrapt in a soft haze of mystic beauty, a fairy tale of delicacy and wistfulness.
trifft aber sinngemäß nicht nur auf london zu, sondern auf jede großstadt.
insbesondere auch berlin.
status // oder: bestimmt kein zufall, daß sich "diary" und "diarrhea" ähneln
umzugsbedingter stillstand hier, derzeit. bloggen schreiben aus zwischen kartons, netzzugang gerade nur ausnahmsweise und zwischendurch. eigenartige stimmung in jeder der letzten nächte, an denen man aus dem fenster schauend gedanklich listen aufstellt mit all den dingen, die man derzeit "zum letzten mal" (hier) tut. und man es sich gerade noch verkneifen kann, diese listen aufzuschreiben. morgen abend vorerst letzter besuch beim hiesigen default-chinaimbiß, 400 meter weiter. angewandte teenie-melancholie. ich werd' wohl einen schlips anziehen. und im hintergrund läuft tom jones' "help yourself" in der endlosschleife, wenn ich heimkomme.
[bekommenes kompliment der woche: "nein, dich empfinde ich nicht als ballast."]
deutschland, deine verbraucher

und für ihre farbe ja doch ein bißchen zu dunkel.
bandnews
bandnews.org - sieht aus wie technorati, fühlt sich an wie eine gepimpte (wow, daß ich den begriff wirklich nochmal verwenden würde, ..) version von google news (ajax olé!), kümmert sich inhaltlich um musik bzw. bands, und die beiden (vienna berlin unite!) betreiber haben nebenbei noch ein kleines weblog zur site bzw. zur entwicklung. lieblingsbands zusammensuchen, rss-feed personalisieren, informiert sein, wohlfühlen. gute sache.
firmensongs, einer noch
weil's damals schon so schön war, noch ein wunderbar-grausamer neuer: der dhl-packstation-song. keine haftung für rapide absterbende hirnzellen und ohrwurmartige ganztags-schmerzen beim hören.
er hat den längsten.
ein must-see des diesjährigen phantastischen films, das spür' ich.
vogelgrippe -- die lösung!
(nirgendwo/dpargh) -- ein probates mittel gegen die hierzulandige verbreitung der vogelgrippe scheint eine gruppe aus dem umfeld der forschungsgruppe vögelei e.v. gefunden zu haben. nach umfangreicher analyse mehrerer der potentiellen gefahrenquellen konnten diese auf die ein- oder vielmehr durch-reise auswärtiger zugvögel reduziert werden. diesem letzten problem soll laut dem sprecher der forschungsgruppe, herrn franzjosef flügeli, über die einführung einer flugstrecken-maut für zugvögel beizukommen sein. durch die erklärung des luftraumes als kostenpflichtig für durchreisende billigflügler ließen sich, so flügeli weiter, mehrere der auftretenden sub-probleme gewissermaßen gleichzeitig erledigen: durch die entwicklung sogenannter obus (on-bird-units) würde die heimische wirtschaft angekurbelt werden; ein positiver nebeneffekt davon wäre außerdem eine querfinanzierung der sowieso viel zu hohen landwirtschaftssubventionen über maut-einnahmen. die laut flügeli zur zeit relativ arbeitlose bundeswehr könnte zur luftraumüberwachung bzw. kontrolle der einflugschneisen an den grenzen und zum abschuß von mautprellern eingesetzt werden; bereits bestehende infrastrukturen (bspw. aus der einreise-visa-vergabe) würden zur attest-erteilung entsprechender vögelbetriebe eingesetzt werden.
flügeli wies in der pressekonferenz auf positive auswirkungen auch anderer wirtschaftszweige hin (ein deutlicher anstieg beispielsweise öffentlich dargestellten spreadshirt-humors ("ich bin nett zu vögeln!", "nieder mit den billigfliegern!" oder sticker mit hans-jochen-vogel-konterfei) kann erwartet werden, wie die forschungsgruppe belegen konnte) und betonte außerdem, daß zugvögel ja eigentlich aber auch selbst schuld seien -- daß man im zug sitzend anfälliger für eine grippe ist, sollte sich doch mittlerweile herumgesprochen haben, so der vorsitzende, kurz bevor er gackernd den hof verließ. die bundesregierung prüft derzeit die machbarkeit des vorhabens in kooperation mit namhaften wiesenhof-vertretern anhand des vorliegenden abschlußberichts.
[update: bei mark gibt's bildmaterial von herrn flügeli.]